Negative Gedanken trotz Jesus? Diesen Fehler machen viele Christen
Begehst du vielleicht auch diesen Fehler, den ich bei vielen Christen immer wieder beobachte?
Vor Kurzem hatte ich ein Gespräch mit einer wunderbaren Frau, die schon seit Jahrzehnten mit Jesus unterwegs ist. Sie liebt Gott von ganzem Herzen und steht fest im Glauben. Trotzdem kämpft sie seit vielen Jahren mit einem Thema, das sie einfach nicht loswird.
Vielleicht kennst du das auch.
Du glaubst an Jesus. Du hast ihn in dein Leben aufgenommen. Du weißt, dass du eine neue Schöpfung bist. Und dennoch gibt es bestimmte Bereiche, in denen du immer wieder dieselben Kämpfe erlebst. Vielleicht ist es eine Sucht, ein destruktives Verhaltensmuster, Scham, Selbstverurteilung, Ablehnung oder ein anderer Bereich, den du schon lange überwinden möchtest.
Genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen.
Du bist eine neue Schöpfung, aber verstehst du auch, was das bedeutet?
2 Korinther 5,17
Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden.
Dieser Vers gehört zu den bekanntesten Bibelstellen überhaupt.
Viele Christen lesen ihn und ziehen daraus den Schluss, dass nach ihrer Bekehrung alle Probleme, negativen Gedanken und inneren Kämpfe eigentlich verschwunden sein müssten.
Schließlich ist der alte Mensch gestorben. Jesus hat uns erlöst. Wir sind neu geworden.
Doch was passiert, wenn du trotzdem weiterhin mit denselben Themen kämpfst?
Was passiert, wenn du immer noch unter Selbstzweifeln leidest, immer wieder in dieselben Muster fällst oder eine Sucht dich nicht loslässt?
Viele Christen geraten genau an diesem Punkt in einen inneren Konflikt. Sie denken: Wenn ich wirklich frei wäre, dürfte ich diese Gedanken nicht mehr haben.
Wenn ich wirklich geheilt wäre, dürfte ich dieses Problem nicht mehr haben.
Wenn ich wirklich glauben würde, müsste ich längst darüber hinweg sein.
Und genau hier beginnt oft ein Kreislauf aus Scham, Selbstverurteilung und innerem Druck.
Wenn du gegen dich selbst kämpfst, verlierst du wertvolle Kraft
Menschen, die seit Jahren gegen ein bestimmtes Problem kämpfen, erleben häufig dieselben Gefühle.
- Sie schämen sich.
- Sie fühlen sich schuldig.
- Sie verurteilen sich selbst.
- Sie sind frustriert, weil sie scheinbar keine Fortschritte machen.
- Manche entwickeln sogar Hass gegen sich selbst, weil sie glauben, dass sie endlich anders sein müssten.
Hinzu kommen oft Neid und Eifersucht auf Menschen, bei denen scheinbar alles besser läuft.
Natürlich spricht kaum jemand darüber.
Die meisten Christen versuchen stattdessen, diese Gedanken zu unterdrücken.
Doch genau das kostet unglaublich viel Energie.
Ständig kreisen die Gedanken darum, was man darf und was man nicht darf. Man kontrolliert sich selbst ununterbrochen. Man beobachtet jede Reaktion, jedes Gefühl und jeden Impuls. Vielleicht denkst du dir grad, ja genau das bin ich?
Dadurch richtet sich der gesamte Fokus auf die eigene Person.
Die Kraft, die für Wachstum, Freiheit und die Beziehung zu Jesus zur Verfügung stehen sollte, wird für den inneren Kampf verbraucht.
Viele Christen verwechseln seelische Verletzungen mit der alten Natur
Natürlich gibt es die Werke des Fleisches.
Galater 5,19–21
Offenbar sind aber die Werke des Fleisches: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen, Neid, Trunkenheit, Gelage und dergleichen.
Viele Christen lesen diese Verse und ordnen automatisch alle negativen Gedanken und Gefühle ihrer alten Natur zu.
Doch dabei wird häufig etwas Entscheidendes übersehen.
Nicht alles, was schmerzhaft ist, kommt automatisch aus der sündigen Natur.
Sehr oft stammen die inneren Kämpfe aus Verletzungen, die über viele Jahre entstanden sind.
Seelische Verletzungen hinterlassen Spuren
Jesus hat deinen Geist neu gemacht.
Doch viele Menschen tragen Verletzungen in ihrer Seele.
- Ablehnung.
- Zurückweisung.
- Demütigung.
- Verrat.
- Einsamkeit.
- Mangelnde Wertschätzung.
- Das Gefühl, nie gut genug zu sein.
Diese Erfahrungen hinterlassen Spuren. Sie prägen das Selbstbild, die Gedanken, die Gefühle und das Verhalten eines Menschen.
Deshalb spricht die Bibel immer wieder von einem zerbrochenen Herzen, einem verhärteten Herzen oder einem verletzten Herzen.
Matthäus 15,19
Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse und Lästerungen.
Das Herz ist das Zentrum unseres inneren Lebens. Dort befinden sich unsere Überzeugungen, unsere Erinnerungen, unsere Prägungen und unsere emotionalen Verletzungen.
Wenn diese Bereiche nicht heilen dürfen, wirken sie sich auf unser gesamtes Leben aus.
Warum viele Süchte und Abhängigkeiten entstehen
Viele Menschen versuchen unbewusst, ihren inneren Schmerz zu betäuben.
- Die einen greifen zu Essen.
- Andere zu Alkohol.
- Wieder andere zu Medikamenten, Pornografie, Arbeit oder anderen Ersatzbefriedigungen.
Hinter vielen Süchten steckt nicht in erster Linie Bosheit.
Hinter vielen Süchten steckt Schmerz.
Ein Schmerz, der nie gesehen wurde.
Ein Schmerz, der nie geheilt wurde.
Ein Schmerz, der immer noch nach Aufmerksamkeit ruft.
Deshalb ist es so wichtig, die Ursache zu erkennen und nicht nur das Verhalten zu bekämpfen.
Deine Seele darf heilen
Hier liegt der Fehler, den viele Christen machen.
- Sie verurteilen sich für ihre Symptome, statt die Wunde anzuschauen.
- Sie kämpfen gegen ihre Gedanken, statt die Ursache zu verstehen.
- Sie versuchen, sich zu kontrollieren, statt Heilung zuzulassen.
Doch Gott hat den Menschen ganzheitlich geschaffen.
Dein Geist wurde erneuert.
Deine Seele darf heilen und dein Körper darf wiederhergestellt werden.
3 Johannes 1,2
Mein Lieber, ich wünsche dir, dass es dir in allen Dingen gut geht und du gesund bist, so wie es deiner Seele gut geht.
Gott möchte nicht nur deinen Geist retten. Er möchte auch dein Herz berühren und Er möchte deine Verletzungen heilen.
Er möchte die Bereiche wiederherstellen, die durch Ablehnung, Schmerz und Enttäuschung verwundet wurden.
Fazit
Wenn du immer wieder mit denselben Gedanken, Gefühlen oder Verhaltensmustern kämpfst, bedeutet das nicht automatisch, dass deine alte Natur die Ursache ist. Sehr oft möchte deine Seele auf etwas aufmerksam machen, das Heilung braucht.
Deshalb lade ich dich ein, nicht gegen dich selbst zu kämpfen. Hör auf, dich zu verurteilen. Hör auf, dich für jeden Gedanken zu schämen. Schau stattdessen ehrlich hin.
Lass Gott an die Bereiche deines Herzens kommen, die noch Heilung brauchen. Denn wahre Freiheit entsteht nicht dadurch, dass wir unsere Wunden verdrängen, sondern dadurch, dass wir sie mit Jesus gemeinsam heilen lassen.
Möchtest du den Weg der inneren Heilung nicht alleine, sondern mit professioneller Hilfe gehen?
Dann bin ich sehr gern für dich da und begleite dich im Mentalcoaching. Lass uns gern unverbindlich kurz über dein Anliegen und deine Ziele sprechen und schauen, ob ich dir helfen könnte. HIER kannst du dir ein kostenloses Kennenlerngespräch buchen.
Ich freu mich auf dich.
Deine Carmen
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