Du brauchst kein perfektes Urvertrauen, um Gott vertrauen zu können
Wie du Gott vertrauen kannst, auch wenn du verletzt wurdest und kein stabiles Fundament aus deiner Kindheit mitbekommen hast
Wenn du eine schwere Kindheit hattest, verletzt wurdest, Missbrauch erlebt hast oder heute noch unter den Folgen davon leidest, dann möchte ich heute genau zu dir sprechen.
Vielleicht merkst du, dass du im Leben sehr vorsichtig geworden bist. Vielleicht fällt es dir schwer, anderen Menschen wirklich zu vertrauen. Vielleicht bist du schnell ängstlich, kontrollierst vieles oder bist innerlich ständig angespannt, weil du früh gelernt hast, dass man aufpassen muss.
Dann bleib jetzt dran.
Mein Name ist Carmen Bergmüller und heute geht es darum, wie du Gott vertrauen kannst, auch wenn du kein stabiles Urvertrauen entwickeln konntest.
Was bedeutet Urvertrauen eigentlich?
Urvertrauen entsteht meistens in den ersten Lebensjahren. Es entsteht dann, wenn ein Kind in einem stabilen Umfeld aufwächst, in dem Liebe, Sicherheit, Halt und emotionale Nähe da sind.
Wenn Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen einem Kind vermitteln:
„Du bist sicher.“
„Du bist geliebt.“
„Du bist willkommen.“
„Du bist nicht allein.“
Dann entsteht in diesem Menschen ein inneres Fundament.
Dieses Fundament führt später oft dazu, dass Menschen entspannter durchs Leben gehen. Sie vertrauen leichter. Sie sind innerlich ruhiger und haben oft das Gefühl, dass Dinge schon irgendwie gut werden.
Andere Menschen können das manchmal gar nicht nachvollziehen. Sie fragen sich:
„Wie kann jemand so gelassen sein?“
„Warum macht sich diese Person nicht ständig Sorgen?“
„Warum muss sie nicht alles kontrollieren?“
Für jemanden mit Urvertrauen fühlt sich das ganz normal an, weil Vertrauen tief in ihm verankert wurde.
Viele Menschen haben nie gelernt, sich sicher zu fühlen
Es gibt aber auch viele Menschen, die dieses Gefühl nie wirklich kennengelernt haben.
Menschen, die früh Ablehnung erlebt haben.
Menschen, die emotional alleine waren.
Menschen, die Gewalt, Missbrauch oder ständige Unsicherheit erlebt haben.
Für sie wurde Misstrauen irgendwann normal.
Sie hinterfragen vieles.
Sie versuchen, Situationen zu kontrollieren.
Sie können sich schwer öffnen.
Sie haben Angst, verletzt zu werden.
Und oft leiden sie viele Jahre später noch unter den Folgen davon.
Der Unterschied zwischen Urvertrauen und Gottvertrauen
Und genau hier ist ein wichtiger Punkt:
Du kannst ein stabiles Urvertrauen haben und trotzdem kein Vertrauen zu Gott besitzen.
Und umgekehrt kann es sein, dass du eine sehr schwere Kindheit hattest, heute noch mit den Folgen kämpfst und trotzdem lernen kannst, Gott zu vertrauen.
Warum? Weil Gottvertrauen nicht davon abhängt, ob deine Vergangenheit perfekt war.
Gottvertrauen beginnt mit einer Entscheidung.
Es beginnt dort, wo ein Mensch sagt:
„Herr, ich schaffe es alleine nicht mehr.“
„Ich habe so vieles versucht.“
„Ich komme innerlich nicht weiter.“
„Ich weiß nicht mehr, wie Heilung möglich werden soll.“
Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen
In Sprüche 3,5–6 lesen wir:
„Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand. Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.“
Ich liebe diesen Vers sehr, weil er zeigt, dass Gott nicht darauf wartet, bis wir alles verstehen oder vollkommen geheilt sind. Er lädt uns ein, ihm zu vertrauen, auch mitten in unserer Verletzlichkeit.
Auch mitten in unserer Angst. Mitten in unseren offenen Wunden. Mitten in unserem Misstrauen.
Viele Menschen verstehen ihre Vergangenheit aber die Wunden bleiben trotzdem
Ich habe in meinem Leben viele Menschen begleiten dürfen und dabei immer wieder etwas Ähnliches erlebt.
Viele Menschen haben bereits Therapien gemacht oder intensive Gespräche geführt. Sie verstehen oft sehr genau, warum ihre Eltern so gehandelt haben oder warum bestimmte Situationen passiert sind. Sie verstehen die Zusammenhänge mit dem Verstand.
Aber tief im Herzen sind die Verletzungen oft trotzdem noch da. Manchmal genügt ein bestimmtes Thema oder eine Erinnerung und sofort kommen wieder Tränen hoch.
Vielleicht kennst du das selbst. Man spricht nicht mehr oft darüber, weil man glaubt, es längst verarbeitet zu haben, aber innerlich tut es immer noch weh.
Gott heilt nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz
In Psalm 147,3 steht:
„Er heilt die zerbrochenen Herzens sind und verbindet ihre Wunden.“
Wenn ein Mensch beginnt, Gott zu vertrauen und Jesus Christus wirklich in sein Leben einzuladen, dann geschieht etwas Tieferes. Nicht nur gedanklich. Nicht nur oberflächlich.
Der Heiler selbst beginnt im Herzen zu wirken. Jesus Christus wird in der Bibel der Friedefürst genannt und Jehova Rapha, der Gott, der heilt.
Das bedeutet, dass Gott nicht nur deine Geschichte kennt, sondern auch deine Wunden sieht. Und wenn du ihn in dein Leben einlädst, beginnt Heilung oft genau dort, wo Menschen selbst nicht mehr weiterkommen.
In Matthäus 11,28 sagt Jesus:
„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen; ich will euch erquicken.“
Was für eine Einladung.
Du musst nicht zuerst perfekt sein.
Du musst nicht zuerst alles im Griff haben.
Du darfst genauso kommen, wie du bist.
Heilung geschieht oft Schritt für Schritt
Natürlich verändert sich nicht immer alles von heute auf morgen. Aber Gott beginnt Schritt für Schritt zu heilen.
Gedanken dürfen sich verändern. Ängste dürfen kleiner werden.Innere Unruhe darf weichen. Und Verletzungen, die jahrelang tief verborgen waren, dürfen langsam heilen.
In 2. Korinther 5,17 steht:
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
Das bedeutet nicht, dass plötzlich jede Emotion sofort verschwindet. Aber es bedeutet, dass Gott beginnt, etwas Neues in dir aufzubauen.
Das richtige Fundament trägt dich wirklich
Viele Menschen setzen ihr Fundament auf Dinge, die ihnen Sicherheit geben sollen.
Auf Menschen.
Auf Beziehungen.
Auf Geld.
Auf einen sicheren Job.
Auf Kontrolle.
Auf Besitz.
Aber all diese Dinge können sich plötzlich verändern.
Menschen können gehen. Arbeitsplätze können verloren gehen.
Umstände können sich ändern.
Das einzige Fundament, das wirklich trägt, ist Jesus Christus.
In Jesaja 26,4 steht:
„Vertraut auf den Herrn allezeit; denn Gott der Herr ist ein Fels ewiglich.“
Darum möchte ich dich heute ermutigen:
Ganz egal, wie deine Vergangenheit aussieht und ganz egal, was du erlebt hast — beginne, Gott zu vertrauen.
Nicht weil du alles im Griff hast.
Nicht weil du bereits vollkommen geheilt bist.
Sondern weil Gott treu ist und dich nicht alleine lässt.
Vielleicht bist du gerade auf der Suche. Vielleicht hast du schon vieles ausprobiert oder wünschst dir einfach endlich inneren Frieden und Heilung.
Dann möchte ich dir sagen: Gott sieht dich. Gott kennt deine Geschichte. Heilung ist möglich.
Und du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Ich begleite dich gern ein Stück deines Weges, wenn du das möchtest.
Ein Erstgespräch ist immer der 1. Schritt um Zusammenhänge zu verstehen und klar zu erfahren, welche Schritte für nachhaltige Veränderung notwendig sind.
Hier kannst du dir gerne einen Termin vereinbaren.

